In Ueckermünde (Landkreis Vorpommern-Greifswald) sind fünf neue Stolpersteine verlegt worden. Sie erinnern an die jüdische Familie Pless und an Bruno Scheide sowie an Martha Gehrke. Familie Pless konnte während der NS-Diktatur ins Ausland fliehen und überlebte die Shoah!
Bruno Scheide war Zeuge Jehovas. Er lehnte den Kriegsdienst ab, wurde verhaftet und im Januar 1945 ins KZ verschleppt. Seither gibt es von ihm kein Lebenszeichen mehr.
Martha Gehrke, ebenfalls Zeugin Jehovas, wurde bereits 1939 ins Frauenkonzentrationslager Ravensbrück deportiert, erlebte im Frühjahr 1945 dort die Befreiung. Ihr Stolperstein ist europaweit der 500., der an Männer und Frauen aus dieser christlichen Religionsgemeinschaft erinnert.
Das Schicksal von Martha Gehrke konnten Jugendliche der AG „Kriegsgräber“ mit Hilfe von Falk Bersch recherchieren.
Die neu verlegten Stolpersteine, die als Kunstdenkmal in vielen Teilen Europas bekannt sind, sollen erinnern und mahnen sowie zum aktiven Handeln gegen Hass, Antisemitismus und Ausgrenzung motivieren.
neue Stolpersteine verlegt
Pressestimmen
Die Verlegung der Solpersteine war Thema auf tagesschau.de, evangelische-zeitung.de und ueckermuende.de.
Autorin
Petra Klawitter
p.klawitter@schule-mv.de














